AD(H)S


Unsicherheit entsteht bei vielen Betroffenen durch die Vielfalt der Begriffe, die im Zusammenhang mit diesem Thema benutzt werden. Für die Symptome des wenig gesteuerten impulsiven Verhaltens, motorischer Unruhe und leichter Ablenkbarkeit werden unter anderem folgende Bezeichnungen verwendet:

HKS (Hyperkinetisches Syndrom), MCD (Minimale Cerebrale Dysfunktion), ADS/ADD (Aufmerksamkeitsdefizitstörung/Attention Deficit Disorder), Hyperaktivität und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyper­aktivitäts­störung).

Um ein einheitliches Bild zu liefern und dem aktuellen Stand der Wissenschaft gerecht zu werden, beziehen sich alle Ansätze unserer Arbeit bei IFFiS rund um das Thema AD(H)S auf die international gebräuchlichen Klassifikationsschemata ICD-10 (ICD-10-GM Version 2011: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (International Classification of Diseases), 10. Rev., German Modification Version 2011) und DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders: DSM-IV-TR).  

Die von vielen Lehrern oder Erziehern als ADHS interpretierte Unruhe muss nicht zwangsläufig als eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts­störung diagnostiziert werden. Sie kann auch auf eine andere Erkrankung hinweisen. Inwieweit Symptome lediglich als eine Steigerung normaler Entwicklungsphänomene gelten können, sollte im Rahmen der Differentialdiagnose abgeklärt werden. Wir bieten Ihnen eine umfassende Beratung bei der Klärung Ihrer Fragen zur näheren Begriffsbestimmung, zu einer fundierten Diagnostik und zu möglichen Therapieformen und Hilfsangeboten.

Großen Wert legen wir darauf, Sie schon im Vorfeld darüber zu informieren, dass wir bei IFFiS keine klinische Diagnostik durchführen. Eine Abklärung organischer Primärstörungen oder anderer Erkrankungen kann ausschließlich durch einen Facharzt erfolgen.

In der lerntherapeutischen Praxis können wir den Eltern jedoch einen Überblick über das differentialdiagnostische Vorgehen geben und Ihnen auf das Thema AD(H)S spezialisierte Fachärzte empfehlen.

Möglicherweise kann eine Nachfrage beim Facharzt Ihres Vertrauens, ob diese Vorgehensweise praktiziert wird, Sicherheit für eine eindeutige und saubere fachärztliche Diagnostik geben. Das Risiko durch eine Fehleinschätzung eines Arztes, der nicht auf das Thema ADHS spezialisiert ist, würde somit minimiert.